Frühling – Aufbruch auch gegen Widerstände

 

Auf dem Weg in meine Praxis habe ich gestern diesen kleinen Krokus entdeckt – ein Vorbote des Frühlings, wie wir alle ihn kennen. Sobald die Temperaturen etwas ansteigen und die Tage länger werden, tauchen sie auf und bahnen sich ihren Weg ans Licht.

Was mich an dieser kleinen Pflanze angerührt und mich gedanklich beschäftigt hat, ist ihr Wille, sich – auch gegen vermeintliche Widerstände – ins Licht zu kämpfen. Der Platz, den sie gewählt hat, erscheint im ersten Moment unwirtlich und doch hat sie es geschafft, sich zu verwurzeln, sich zwischen den Betonplatten hindurchzuzwängen und nun ihre Blüte ans Licht zu bringen.

Aufbruch trotz Widerstände

Dieses Bild erinnert mich an manche meiner Klienten, die sich, so wie der kleine Krokus, auf den Weg machen, sich mit viel Kraft aus dem Dunkel in das Licht kämpfen, um dort endlich ihre „Blätter“ zu entfalten und ihr Leben zu gestalten.

Es erinnert mich an Menschen, die feststellen, dass es in ihrem Inneren eine, manchmal vergessene, Kraft gibt, eine Ressource, die es ihnen ermöglicht, auch wenn sie auf „unwirtlichem Boden heranwachsen“ mussten, sich dem Leben wieder zu zuwenden.

Vertrauen in das Leben finden

So, wie die Natur, die nach einer dunklen (Ruhe-)Phase sich im Frühling wieder vertrauensvoll dem Thema Wachstum und Entwicklung zuwendet, so finden diese Menschen wieder Vertrauen in das Leben und wachsen über sich hinaus.

Und genau, wie ich mich über diesen kleinen Krokus freue und respektvoll auf seinen Lebenswillen und seine Fähigkeit, auch auf widrigen Boden zu gedeihen, schaue, so freue ich mich auch über den Aufbruch und das Wachstum der Menschen, die ich begleiten darf.